Wohntrends der Zukunft

Das Eigenheim hat auch bei der Generation Y nicht an Strahlkraft verloren. Jedoch zeigt sich immer mehr, dass neue Wohnformen auf grosses Interesse stossen. Wir stellen zwei Formen vor.


In einer Studie haben wir die Schweizer Bevölkerung gefragt, wie sie zu neuen Wohnformen wie beispielsweise Cluster-Wohnungen steht. Rund 60 % der Befragten finden das Thema rund um die «Zukunft des Wohnens» sehr spannend.


Wie sieht nun aber die Zukunft des Wohnens aus? Da immer mehr Menschen in Städten wohnen werden, wird Wohnraum vor allen Dingen in urbanen Gebieten knapp. Dies fordert die Städteplaner und Architekten – Kreativität ist gefragt. Kleinere Wohnungen werden schon seit geraumer Zeit gebaut. Wie viel Wohnraum ist denn überhaupt nötig? Nachforschungen von renommierten Trendforschern, wie beispielsweise Oona Strathem haben gezeigt, dass viel Wohnfläche alleine noch keine Lebensqualität bedeutet. Die Menschen sehnen sich nach Austausch mit Gleichgesinnten. So ist es nicht erstaunlich, dass neue Wohnformen wie zum Beispiel Cluster-Wohnungen auf grosses Interesse stossen.


Neue Überbauungen wie das Beispiel der Kalkbreite in Zürich oder das Cluster-Haus im Basler Gundeli-Quartier zeigen, dass es sich durchaus luxuriös in Wohngemeinschaften leben lässt. Cluster-Wohnungen sind so konzipiert, dass jeder Bewohner sein eigenes Rückzugszimmer – in der Regel auch mit eigenem Bad – besitzt. Die Wohnungen besitzen grosszügige Wohn- und Essräume. Aufgewertet werden die gemeinschaftlich genutzten Bereiche mit Begegnungszonen wie Cafés oder Werkstätten, Fitness- oder Spa-Einrichtungen.


Ein weiterer Trend ist «Co-Living». Das «Co-Living» funktioniert eigentlich wie eine klassische WG. Nur wohnen hier nicht Menschen, die einfach ein Dach über dem Kopf benötigen zusammen. Unter «Co-Living» kann man sich eine Art Bürogemeinschaft, die zusammen wohnt vorstellen. Diese Wohnform ist in der Schweiz noch nicht wirklich etabliert – natürlich wohnen sicherlich hierzulande schon seit jeher Arbeitskollegen zusammen. Das Ziel des «Co-Livings» ist es aber, nicht nur mit Gleichgesinnten zusammen zu wohnen, sondern eine Art «Brutstätte» des Kreativen Schaffens zu sein.


Dies sind nur zwei Trends, die sich abzeichnen – und bis diese von der breiten Masse gelebt werden, wird noch einige Zeit vergehen. Was aber immer wichtiger wird, ist, dass in Zukunft das Wohnen in vielerlei Hinsichten pragmatischer, ökologischer, ökonomischer und nachhaltiger sein wird. Die Grenzen zwischen Arbeiten, Schlafen, Essen und Unterhaltung werden weiter aufgebrochen und Räume werden so zu multifunktionalen Begegnungszonen.